Armistice und Diverses
08. 07. 2000, Pullach/Open Air

Jetzt bin ich schon extra spät hingegangen und trotzdem blieb mir diese unsägliche Hip Hop-Scheiße nicht erspart. Ich glaub's einfach nicht, wofür das Jungvolk heutzutage das Taschengeld zum Fenster rauswirft. Wenn diese Typen wenigstens ein Instrument spielen würden... Lassen wir das und kommen gleich zu Armistice. Ich persönlich war etwas überrascht, von der Stimmung, die plötzlich aufkam. Anstatt sich von der mit Abstand härtesten und versiertesten Band dieses Tages abzuwenden hat sich vor der Bühne ein guter Pulk gebildet, der Abging wie die Sau. Scheinbar waren nicht nur die fünf anwesenden Metaller froh, daß sich endlich mal etwas gerührt hat, auf der Bühne. Ich schätze, Armistice waren sich wohl bewußt, daß sie keine Konkurrenz hatten und sogar im sitzen hätten spielen können. Das hat sie aber nicht davon abgehalten, sich von der ersten Sekunde an ins Zeug zu legen; fast noch mehr als sonst. So kam es mir vor, was aber auch an der ausgelassenen Stimmung gelegen sein kann. Leider mußte der Set etwas zusammengestrichen werden, weil die Zeit mal wieder schneller war als geplant. Eine Zugabe mußte sein und es hätte noch so weitergehen können, wenn das Publikum etwas zu sagen gehabt hätte. Stattdessen mußten aber dann die albernen Emil Bulls auf die Bühne. Wer auch immer die Bezeichnung "Hardcore" auf die Karte gedruckt hat, gehört wegen vorsätzlicher Täuschung verklagt. Dieses fürchterliche Geschrammel kann man nicht einmal mehr als Grunge bezeichnen. Da bin ich direkt froh, daß ich die "New Metal"-Band nicht erlebt habe.
Armistice